Wir, einige Studierende der Kulturanthropologie / Europäischen Ethnologie, haben uns ende 2005 zusammengefunden, weil wir der Ansicht sind, dass es auch an unserem Institut eine Plattform für linke Politik geben muss. Dabei ist für uns als Unigruppe zentral, nicht nur innerhalb der Universität präsent zu sein sondern auch außerhalb dieser Institution aktiv zu wirken. Wir sehen die Uni als einen Teil der Gesellschaft, und begreifen daher Entwicklungen an der Uni immer auch vor dem Hintergrund der Gesellschaft – und umgekehrt.

Eine vom gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang isolierte Betrachtung der Universität halten wir für unsinnig und im Sinne einer wirksamen Politik für nicht zielführend. Beispielsweise lassen sich Sexismen oder Rassismen an der Uni ohne Rückgriff auf gesellschaftliche Strukturen die diese hervorbringen nicht hinreichend erklären – und schon gar nicht bekämpfen. Gleichzeitig stellt die Uni eine Institution dar, die in Form von Bildung (was wird wie und warum gelehrt?) auch auf die Gesellschaft zurückwirkt. So lassen sich nach unserem Dafürhalten die Hochschule und die Gesellschaft als Felder politischer Intervention nicht trennen.

Wie in allen Gruppen bestehen auch in unserer unterschiedliche Interessen und Ansichten: Unser Ziel ist eine Gruppe, in der wir uns gemeinsam Wissen aneignen und solidarisch zusammen Politik machen, in welche Leute die sich aktiv beteiligen wollen jederzeit problemlos einsteigen und ihre Ideen einbringen können. Außerdem leben unsere Treffen davon, dass wir nicht nur zusammen Politik machen, sondern auch gern Zeit miteinander verbringen und uns austauschen über das was grade in er Stadt läuft usw. Alles ist politisch! Deswegen sind auch alle bei uns willkommen, die meinen sie hätten von Politik keine Ahnung und einfach mal über Dinge reden wollen die sie z.B. an der Uni nerven, oder gern Infos zu anderen Projekten hätten.